In Mecklenburg-Vorpommern werden immer weniger Abfälle auf Deponien abgelagert. Wie das Statistische Amt mitteilt, wurden im Jahr 2004 insgesamt 1,1 Millionen Tonnen Abfälle deponiert, 43 Prozent weniger als 1996 (1,9 Millionen Tonnen), als das Kreislaufwirtschaftsgesetz in Kraft trat. Mit dem Ablagerungsverbot für unbehandelte Siedlungsabfälle ab Juni 2005 wird sich die zur Deponierung abgegebene Abfallmenge weiter deutlich reduzieren.
Bei den abgelagerten Abfällen im Jahr 2004 handelte es sich vor allem um Siedlungsabfälle (36 Prozent), Abfälle aus Abfallbehandlungsanlagen und öffentlichen Abwasserbehandlungsanlagen (32 Prozent) sowie Bau- und Abbruchabfälle (23 Prozent). Fast drei Viertel der deponierten Abfälle (73 Prozent) kamen aus Mecklenburg-Vorpommern, 24 Prozent wurden aus anderen Bundesländern und 3 Prozent aus dem Ausland importiert.
Die rückläufige Entwicklung der deponierten Abfallmenge ist vor allem auf die zunehmende Abfallverwertung und -vermeidung zurückzuführen. Im Jahr 2004 nahmen 192 öffentlich-rechtliche bzw. gewerblich betriebene Entsorgungsanlagen in Mecklenburg-Vorpommern Abfälle zur Behandlung
oder Verwertung an, doppelt so viele wie 1996 (96). Die Zahl der Deponien im Land ist dagegen gleichzeitig von 23 auf 8 gesunken.
© Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern, Schwerin, 2006